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Unerwünschte Werbeanrufe

Jeder kennt es: Auf dem Telefon- oder Handy-Display wird eine Nummer angezeigt, die man nicht zuordnen kann. Da ein Rückruf unter Umständen teuer werden kann, scheuen Viele diese Möglichkeit. Auf werbeanruf.de können Sie einfach und bequem nach der unbekannten Nummer suchen und erfahren, welches Unternehmen angerufen hat.

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Telefonabzocke: Verschärftes Vorgehen gegen Werbeanrufe längst überfällig

Zur Ankündigung des nordrhein-westfälischen Verbraucherschutzministers Johannes Remmel, wonach das Bundesland noch im Herbst eine Bundesratsinitiative für schärfere gesetzliche Reglungen gegen unerlaubte Telefonwerbung starten möchte, erklärt Rene Zoch, 2. Vorsitzender von “no abuse in internet” (naiin):

“Ein verschärftes gesetzliches Vorgehen gegen unerlaubte Werbeanrufe ist längst überfällig. Denn trotz Nachbesserungen werden Verbraucher auch heute noch telefonisch überrumpelt und zu mündlichen Vertragsabschlüssen gedrängt. Telefonische Vertragserklärungen erst nach einer schriftlichen Bestätigung per Brief oder E-Mail wirksam werden zu lassen, ist da nur folgerichtig und dringend notwendig, um der Telefonabzocke Einhalt zu gebieten. Schließlich gibt eine solche Bestätigungslösung auch Unternehmen die notwendige Rechtsicherheit. Dass sich der Gesetzgeber bei den letzten Gesetzesänderungen gegen die Einführung einer solchen Lösung ausgesprochen hat, hat sich für Tausende Verbraucher gerächt.”

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Gesetz gegen unerlaubte Telefonwerbung greift

Gut ein Jahr nach Inkrafttreten des Gesetz gegen die unlautere Telefonwerbung zieht der Verband Call Center Forum Deutschland e.V. eine positive Bilanz: “Das Outbound-Volumen ist um 50 Prozent zurückgegangen. Die zahlreichen Beschwerden auf dem neuen zentralen Beschwerdeweg bei der Bundesnetzagentur zeigen, dass die Bürgerinnen und Bürger das Gesetz verstehen und ihre Möglichkeiten nutzen”, sagt CCF-Präsident Manfred Stockmann.

Eine Stichprobenbefragung der gut 400 Verbandsmitglieder ergab, dass Outbound-Telefonate dramatisch rückläufig sind – heute werden nur noch halb soviele Verbraucher angerufen wie vor dem Gesetz. Dagegen kommen vermehrt Anrufe aus dem europäischen Ausland. “Es ist nun eine Harmonisierung des europäischen Rechts gefragt, um auch diese große Zahl von unerlaubten Werbeanrufen drastisch zu verringern”, sagt Stockmann. “Wir stellen fest, dass die Sensibilität der Verbraucher deutlich größer geworden ist. Die Menschen wissen, was erlaubt ist und was nicht, und sie wenden sich bei unlauter empfundenen Anrufen konsequent an die Bundesnetzagentur. Sie kennen den neu geschaffenen Beschwerdeweg. Die Behörde muss diesen 57.000 Beschwerden nun nachgehen und wird sicherlich weitere Bußgelder verhängen. Der Aufwand, Verstöße zu verfolgen, ist groß aber unabwendbar – daran würde auch eine schärfere Gesetzgebung nichts ändern”, weist Stockmann Kritik der Verbraucherschützer zurück.

Als erfolgreich bewertet der Verband auch die Übertragungspflicht der Rufnummer des Anrufers: “Alle seriösen Anbieter übertragen ihre Rufnummer, so dass im Zweifelsfall eine Rückverfolgung möglich ist”, so CCF-Vizepräsident Manuel Schindler. “Es gibt allerdings Unternehmen, die keine oder bewusst falsche Rufnummern übertragen, um Verbrauchern und Wettbewerbern zu schaden. Hier hilft auch das penetrante Rufen nach einer schriftlichen Bestätigung von Verträgen nicht weiter. Diese Unternehmen handeln bewusst kriminell, sie sitzen im Ausland oder buchen mit gestohlenen Daten ab, ohne vorher anzurufen. Gefragt ist eine bessere Verfolgung der Verstöße und eine Optimierung der hierfür nötigen Instrumentarien.”

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Bundesnetzagentur sperrt “Lara Stern”

Die Bundesnetzagentur hat wegen telefonischer Gewinnversprechen die Nummer 09005-673400 abgeschaltet. Die Nummer wurde von einem Anbieter aus Italien genutzt. In den unerlaubten Anrufen wurde den Betroffenen der Gewinn eines Mercedes-Cabrio oder 45.000 Euro suggeriert. Zum Abrufen des Gewinns forderte eine “Lara Stern” die Angerufenen auf, die kostenpflichtige Servicenummer zurückzurufen.

Zusätzlich hat die Bundesnetzagentur zu der missbräuchlich eingesetzten Rufnummer 09005-673400 ein Rechnungslegungsverbot rückwirkend zum 12. Mai 2010 erlassen. Den Netzbetreibern ist es danach verboten, Gebühren für Anrufe auf diese Nummer ab dem 12. Mai 2010 in Rechnung zu stellen bzw. diese Forderungen einzutreiben.

Neben der bereits zum Einsatz gekommenen Rufnummer 09005-673400 wurden auch alle weiteren 0900-Nummern der Firma aus Turin gesperrt. Durch die präventive Abschaltung von neun Rufnummern will die Bundesnetzagentur einer weiteren Welle auf deutsche Verbraucher vorbeugen.

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030707193981

Wer Anrufe von der Nummer 030707193981 erhält, war oder ist vermutlich Kunde bei SKY bzw. dem Vorgänger-Unternehmen Premiere.

Es sollen persönliche Daten für ein Gewinnspiel abgeglichen werden.

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Vodafone: Dementi zu Callcenter-Schließungen

Nachdem gestern Gerüchte aufkamen, dass diverse Vodafone-Callcenter vor der Schließung stehen, dementierte der Konzern heute diese Meldungen.

Zu den Spekulationen äußerte sich heute Thomas Ellerbeck, Mitglied der Geschäftsleitung und Konzernsprecher Vodafone:

“Bei den Vodafone Callcentern in Deutschland ist keine Verlagerung aus den heutigen Regionen und auch kein Abbau von Arbeitsplätzen vorgesehen. Die schnelle und kompetente Beratung unserer Kunden ist essentiell für Vodafone als Serviceunternehmen. Das wird auch in Zukunft so sein. Die bestehende Struktur aus eigenen Call Centern, zertifizierten Partnern und Call Centern im Ausland hat sich bewährt. Dadurch ist es möglich, dass unsere Mitarbeiter in den Call-Centern in Deutschland ihr ständig wachsendes Know How in höherwertige Beratungsaufgaben einbringen. Eher einfache Vorgänge, wie die Änderung von Adressdaten, werden verlagert. Dies ist eine geübte und bewährte Praxis.”

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Bundesnetzagentur: Hohe Bußgelder wegen unerlaubter Telefonwerbung

Die Bundesnetzagentur hat jetzt in sechs Verfahren Bußgelder wegen unerlaubter Telefonwerbung verhängt. Damit wurden im Dezember 2009 und Januar 2010 in insgesamt neun Verfahren Bußgelder in einer Gesamthöhe von 500.000 Euro auferlegt. Damit ahndet die Bundesnetzagentur erstmals Verstöße gegen das Verbot der unerlaubten Telefonwerbung und die Missachtung der Rufnummernanzeigepflicht bei Werbeanrufen.

Seit Inkrafttreten der Änderungen des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) und des Telekommunikationsgesetzes (TKG) am 4. August 2009 gelten Werbeanrufe ohne Einwilligung des Angerufenen und Werbeanrufe mit unterdrückter Rufnummer als Ordnungswidrigkeiten. Die nun auferlegten Bußgelder wurden sowohl gegen die Auftraggeber der Werbeanrufe als auch gegen die ausführenden Callcenter verhängt. In einer weiteren Bußgeldsache wurde das Verfahren aus Mangel an Beweisen eingestellt.

Die mit Bußgeldern belegten Unternehmen hatten in den konkreten Fällen unerlaubte telefonische Werbeaktionen ohne die ausdrückliche Einwilligung der Angerufenen durchgeführt oder Callcenter mit der Durchführung der Werbeanrufe beauftragt. Betroffen waren dabei unterschiedlichste Dienstleistungen und Produkte aus den Branchen Telekommunikation, Medien und Lotteriegewinne.

“Auch die Auftraggeber von Telefonwerbung stehen nicht außerhalb des Gesetzes. Sie verhalten sich rechtswidrig, wenn sie telefonische Werbekampagnen durchführen lassen, ohne über die erforderliche ausdrückliche und wirksame Einwilligung der Verbraucher in Telefonwerbung zu verfügen”, betonte Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur. “Ich appelliere mit Nachdruck an alle Werbenden – Auftraggeber wie Callcenter – sich an die gesetzlichen Vorgaben zu halten. Ausflüchte lassen wir nicht gelten.”

Bei Verstößen gegen das Verbot der unerlaubten Telefonwerbung kann die Bundesnetzagentur nach dem UWG Bußgelder bis zu 50.000 Euro verhängen. Den gegenwärtigen Bußgeldbescheiden waren langwierige Ermittlungsarbeiten vorausgegangen. “Wir danken allen Verbrauchern, die sich mit gut dargelegten Beschwerden und Hinweisen an die Bundesnetzagentur gewandt haben”, hob Kurth hervor. “Von Juli bis Dezember 2009 gingen hier über 28.000 Beschwerden allein wegen unerlaubter Telefonwerbung ein. Zahlreiche Ermittlungen laufen noch.”

Bußgeldrelevant war zudem auch die Rufnummernunterdrückung bei Werbeanrufen. In diesem Zusammenhang wurden Fälle mit Bußgeldern geahndet, in denen die Rufnummer des anrufenden Callcenters nicht angezeigt wurde oder das werbende Unternehmen eine ihm nicht zugeteilte Rufnummer hat anzeigen lassen. Die Falschanzeige verschleiert ebenso wie die Nichtanzeige der Rufnummer die Identität des Anrufenden. Bei Werbeanrufen mit unterdrückter Rufnummer kann die Bundesnetzagentur Bußgelder bis zu 10.000 Euro verhängen.

In Fällen von sog. Ping-Anrufen und telefonischen Bandansagen kann das Bußgeld von 50.000 Euro bei unerlaubter Telefonwerbung auch nach der neuen Gesetzeslage nicht verhängt werden. “In solchen Fällen schützt die Bundesnetzagentur aber die Verbraucher durch zahlreiche Verwaltungsmaßnahmen nach dem Telekommunikationsgesetz, etwa in Form von Rufnummernabschaltungen sowie Rechnungslegungs- und Inkassoverboten”, sagte Kurth.

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Gericht bestätigt Abschaltung wegen des Missbrauchs durch Telefonerotikdienste

Das Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen hat in einem Eilverfahren in letzter Instanz eine Anordnung der Bundesnetzagentur als rechtmäßig anerkannt. In dem Verfahren ging es um die missbräuchliche Nutzung von Ortsnetzrufnummern für Telefonerotikdienste.

Aufgrund von Beschwerden wurde die Bundesnetzagentur darauf aufmerksam, dass zahlreiche Verbraucher Rechnungen für angebliche Telefonerotikdienstleistungen über Ortsnetzrufnummern erhalten hatten. Die Verbraucher sollten für die angebliche Inanspruchnahme dieser Dienstleistungen bis zu 72 Euro zahlen. Inhaltlich entsprachen die abgerechneten Dienste jedoch den üblicherweise über (0)900er Rufnummern erbrachten Telefonerotikdiensten und mithin einem Premium-Dienst im Sinne des Telekommunikationsgesetzes (TKG).

Auch in den konkreten Fällen wurden neben der einfachen Telekommunikationsdienstleistung weitere Dienstleistungen in Form von Telefonerotik erbracht. Der einzige Unterschied zu herkömmlichen Premium-Diensten lag in der gesonderten Abrechnung der Dienstleistung. Während die Abrechnung der Telekommunikationsdienstleistung durch den Netzbetreiber über die Telefonrechnung vorgenommen wurde, erfolgte die Abrechnung der weiteren Dienstleistung durch eine gesonderte Rechnung.

Das OVG NRW sah die Voraussetzungen des Umgehungsverbots in § 66l TKG als erfüllt an, weil mit der konkreten Ausgestaltung der Dienstleistung die verbraucherschützenden Vorschriften des TKG umgangen wurden. Da die gesetzlichen Anforderungen an den Verbraucherschutz im Hinblick auf die Preistransparenz und die Preishöchstgrenze nicht eingehalten wurden, sei die Anordnung der Abschaltung der Rufnummern durch die Bundesnetzagentur zu Recht erfolgt.

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032223321806

Nimmt man Gespräche mit der Absenderkennung 032223321806 entgegen, meldet sich die “Gewinnspielzentrale Berlin”. Der Angerufene habe an einem Gewinnspiel (diverse Versionen, z. B. Gewinnspiel bei der ARD etc.) teilgenommen und nun 330 Euro gewonnen. Zur Überweisung des Gewinns benötige man die Bankverbindung.


Ein User aus den Kommentaren hat ein Video des Anrufs der 032223321806 aufgenommen. Auch wenn die Qualität nicht die beste ist, vielen Dank für die Mühe.


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09005590030

Unter der Nummer 09005590030 gratuliert ein “Friedrich von Haber”, der Angerufene habe ein BMW Coupé oder 30.000 Euro in Bar gewonnen. Bei der Anrede hört man anstelle seines Familiennamens “zufällig” nur ein Knistern und Rauschen. Der vermeintliche Gewinn kann nur durch einen Rückruf bei einer kostenpflichtigen 0900er-Nummer aktiviert werden.

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Unerwünschte Anrufe – Die Masche am Telefon

Ein ungebetener Anruf zu Hause oder sogar am Arbeitsplatz – Call Center werden immer dreister, wenn es darum geht, Geschäfte anzubahnen. Mit zweifelhaften Argumenten schwatzen sie den Angerufenen Produkte und Dienstleistungen auf, die diese gar nicht brauchen. Oftmals verunsichern sie die Verbraucher auch mit unerwünschten Ratschlägen und schrecken dabei auch nicht davor zurück, verbalen Druck auszuüben. Der Datenschutz bleibt dabei meistens auf der Strecke. Und die Aussagen der vermeintlichen Experten sind oftmals inhaltsleer oder schlicht falsch.

Als willkommener Anlass für diese sogenannten Cold Calls dient den Anrufern das Bürgerentlastungsgesetz, sowie Steueränderungen für 2010. Wenn die Angerufenen nachhaken, warum ausgerechnet sie auserwählt wurden, heißt es lapidar, man sei von der Bundesregierung beauftragt worden. Nach dem Regierungswechsel in Berlin hätten Unternehmen ein Mandat bekommen, die Bürger zu informieren. Und die Telefonnummer habe das “beauftragte” Unternehmen beispielsweise von Klicktel erhalten.

Dieses Vorgehen ist an sich schon unlauter. Noch schlimmer sind die inhaltlichen Aussagen der Anrufer, die darauf abzielen, den Verbrauchern ein schlechtes Gewissen zu machen. Ein Beispiel: Aktuell laufe die zweite Telefonwelle. Die erste sei Ende November zu Ende gegangen. Nur bis zum 30. November hätten Bürger Zeit gehabt, beim Finanzamt die Erhöhung des Grundfreibetrages einrichten zu lassen. Wer diese Frist versäumt habe, gehe 2010 leer aus, könne die Erhöhung aber zumindest für 2011 beantragen. Nichts von dem ist zutreffend, wie Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Stefan Schwedler aus Dresden bestätigt: “Der Grundfreibetrag wird automatisch auf 8.004 Euro angehoben, Bürger müssen dafür nicht das Finanzamt kontaktieren.”

Das eigentliche Ziel dieser Anrufe ist es denn auch, einen Termin beim potenziellen Kunden zu vereinbaren, um “zahlreiche weitere Sparmöglichkeiten” zu besprechen, die für 2010 noch drin seien – man müsse aber spätestens bis zum 31. Dezember 2009 handeln, immer verbunden mit dem Hinweis auf das 2010 in Kraft tretende Bürgerentlastungsgesetz.

“Wer sich jedoch umfassend und neutral beraten lassen will, sollte auf keinen Fall Termine mit solchen Anrufern vereinbaren”, rät Dr. Errit Schlossberger, Geschäftsführer des unabhängigen Verbraucher- und Finanzportals FinanceScout24. Er warnt auch davor, Unterschriften zu leisten, beispielsweise auf Datenschutzbestimmungen, die das illegale Vorgehen legitimieren könnten.